Wie wird beim Tanzen gewertet?

Die Wertung im Tanzsport ist immer eine vergleichende Wertung. Die Wertungsgebiete sind hierarchisch geordnet: Kann man beispielsweise nach dem Wertungsgebiet 1 - Musik - die tanzenden Paare differenzieren, werden die nachfolgenden Wertungsgebiete nicht berücksichtigt. Wenn alle Paare Takt und Grundrythmus gleichermaßen halten, wird das nächstfolgende Wertungsgebiet herangezogen und so weiter.
 
  1. Musik:
    umfasst das Tanzen eines Paares im Takt und im Grundrhythmus sowie das Bestreben, Musik als Gesamtwerk bewegungsmäßig umzusetzen.
  2. Balancen:
    behandelt die tanztypischen Körperpositionen zueinander und miteinander und deren Wechselwirkung auf die jeweiligen Bewegungsenergien.
  3. Bewegungsablauf:
    beinhaltet die verschiedenen Strukturen von Bewegungselementen und den daraus entstehenden Verknüpfungen.
  4. Charakteristik:
    umfasst die historische Entwicklung der einzelnen Tänze und beinhaltet außerdem alles, was der Tanzsportler zusätzlich zu den erlernten Fertigkeiten in seinem Bestreben, Musik in Bewegung umzusetzen, zum Ausdruck bringt.
In den Vorrunden wird eine verdeckte Auswahlwertung (Kreuzwertung) durchgeführt, in der jeder Wertungsrichter die Paare auswählt, die in der nächsten Runde weiter tanzen sollen. In der Endrunde wird offen mit Platzziffern gewertet. Platzziffer Eins bedeutet "erster Platz" im jeweiligen Tanz für das gewertete Paar. Es gilt dann das Majoritätssystem, also die absolute Mehrheit der Plätze. Ein extremes Beispiel: Ein Paar erhält die Wertungen 1 1 1 6 6 und belegt damit den ersten Platz in diesem Tanz. Kann mit dem Majoritätssystem ein Platz keinem Paar zugesprochen werden, so kommt das Skatingsystem zum Einsatz.

Das Wertungsgericht besteht immer aus einer ungeraden Zahl von Wertungsrichter/innen. Je nach Art des Wettkampfs werden drei bis sieben, manchmal auch neun Wertungsrichter/innen eingesetzt.

Bei Einzelpaarturnieren verteilt sich das Wertungsgericht am Parkettrand. Bei Formationsturnieren muss es einen erhöhten Standort einnehmen, weil nur von dort aus die tänzerische und choreographische Darbietung einer Formation richtig zu sehen ist.
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Geburtstagsfeier 2012:
In einer internen Mitgliederfeier im vollbesetzten Clubhaus feierte der TSC Neuwied seinen 26. Geburtstag.
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